STIMMEN AUS DEM ORCHESTER

Daniel Lienhard Hornist BSO bis 2020

Mario Venzago vereint Ernst und Lustigkeit auf unnachahmliche Weise und ist auch gleichzeitig fordernd und verständnisvoll.
Er liebt nicht alle Musik, aber für die Komponisten, die er liebt, tut er alles, auch gegen Widerstände, wenn es sein muss.
Seine Interpretationen machen es Musikern und auch Zuhörern nicht immer leicht, aber im besten Fall möchte man die Stücke nie mehr anders hören.
Seine Fähigkeit, dem Publikum ein Werk in wenigen Sätzen näherzubringen und die Aufmerksamkeit auf das Wesentliche zu lenken, ist einmalig.

Georg Jacobi Violine BSO

Vieles aus der Zeit mit Mario Venzago beim Berner Symphonieorchester wird mir in lebendigster Erinnerung bleiben: seine auf enormem Wissen gegründeten und dennoch im Moment neu und spontan empfundenen Interpretationen, der grosse Mut zum vollständig Unkonventionellen, die Unbefangenheit auch Irrtümer in Kauf zu nehmen („nur wer eine Meinung hat kann diese auch ändern!“), seine luzide Denkweise, die den meisten Gesprächspartnern immer bereits einige Schritte voraus ist, seine meisterhaften Moderationen und die Art, zwischen ernsthaftesten Dingen und abgründigem Humor gekonnt zu jonglieren und nicht zuletzt seine warmherzige Empathie, die – wo es ihm richtig und wichtig erscheint – zu freundschaftlichster Unterstützung werden kann.

Ulrike Lachner Viola BSO

Es war mir eine sehr grosse Ehre, unter der Leitung von Mario Venzago als Chef des Berner Symphonieorchester spielen zu dürfen, und ich erlebte die Proben und Konzerte immer als äusserst bereichernd und auch sehr inspirierend. Seine fürsorgliche Empathie für das Wohl seiner Musiker*Innen, seine überrragende Eloquenz, seine unnachahmlichen Moderationen und sein oft auch schräger Humor, manchmal im charmanten „Wortduell“, wo man/frau meist den Kürzeren zieht, lassen mich einen wundervollen Menschen sehr vermissen!!

Bernhard Röthlisberger Solo-Klarinettist BSO

Marios erstes Konzert als Chefdirigent des BSO im September 2010 war ein Galakonzert. In der ersten Probe trat er vor das Orchester und sagte: «Ich bin ganz aufgeregt und freue mich wie ein kleiner Junge an seinem ersten Schultag.» In der Pause suchte ich den Maestro dann in seinem Dirigentenzimmer auf sagte ihm, dass es auch «mein erster Schultag» sei. Etwas erstaunt über den nicht mehr ganz jungen «Mitschüler» erkundigte er sich über meinen Werdegang, und wir stellten fest, dass wir beide viele gemeinsame Bekannte aus unserer (zeitversetzten) Luzerner Vergangenheit hatten. Dass wir schon bald auch abseits der Bühne in verschiedenen BSO-Gremien eng zusammenarbeiten würden, hätte ich damals nicht erwartet. Dank seiner respektvollen und gleichzeitig engagierten Art erlebte ich die «Ära Venzago» im BSO als menschlich wie musikalisch äusserst bereichernd.

Doris Mende Solo-Oboistin BSO

Mario Venzago,
ein Dirigent, so spannend und reichhaltig wie die Flora und Fauna im Regenwald Amazoniens.
Mario Venzago, ein Mensch, mit einem Herzen so gross wie die Sonne.

Nils Kohler Bassklarinette BSO

Ein Suchender. Mit keinem anderen Dirigenten habe ich so viel neues Repertoire entdecken dürfen wie mit Mario Venzago. Immer wieder hat er Unbekanntes ausgegraben, Altes neben Neues gestellt, überraschende Bezüge geschaffen, aber auch musikgeschichtliche Linien aufgezeigt. So entstanden Programme mit einer besonderen Dringlichkeit, Programme, die wirklich zum Publikum sprachen, in der Tradition verankert und zugleich in der Gegenwart stehend.

Christian Holenstein Solo-Hornist BSO

M usikalisch
A gogisch
R ührend
I deenreich
O riginell

V oller Einsatz
E hrendirigent
N achhaltig
Z ielstrebig
A ktiv
G rosszügig
O rchesterliebend