Solist*innen über Mario

Patricia Kopatchinskaja

Geigerin

Ligetis Violinkonzert im Neujahrskonzert zu programmieren und spielen (und hören!) braucht Courage und Kühnheit. Mario Venzago und das BSO haben das Unmögliche vollbracht und das Publikum rutschte unbetrübt in das Neue Jahr. Bis heute ein einmaliges planetarisches Ereignis.

Sol Cabetta

Sol Cabetta

Violoncello

Mario ist eine wahre Inspiration. Man erlebt nicht eine einzige Probe mit ihm, in der man nicht neue musikalische Wege entdeckt. Er hat eine ganz besondere Art aus Noten Poesie zu kreieren und mit einem unendlichen Spektrum an Farben und Schattierungen zu arbeiten. Sein musikalischer Ausdruck wird für mich immer eine wichtige Inspirationsquelle sein.


Maximilian Hornung

Maximilian Hornung

Violoncello

Lieber Mario,
wie wundervoll, Dich als Freund und Kollegen kennen zu dürfen! Jede unserer Begegnungen war für mich besonders und unvergesslich. Bern, Berlin, Breslau, sogar bis nach Finnland hat’s uns verschlagen (wo auch unser sehr amüsanter Rentier-Abend in Helsinki hervorzuheben ist). Unsere Konzerte waren immer Highlights für mich, Dein Charme, Dein Humor und Deine Musikalität sind einfach ansteckend! Und natürlich hat es deshalb immer so gut funktioniert, weil wir auch farblich tief miteinander verwurzelt sind: Dein roter Schal und mein roter Cellokasten! In diesem Sinne, alles Gute für die Zukunft und auf bald! Dein Max

Claudia Mahnke

Claudia Mahnke

Sängerin

Lieber Mario,
ich habe gehört, dass Du zum Ende der Spielzeit das Berner Symphonieorchester verlassen wirst und wollte daher nicht versäumen, Dir zu danken und für alles Kommende nur das Beste zu wünschen. Mögen viele wunderbare Aufgaben auf Dich warten.
Ich persönlich denke unheimlich gern an zwei schöne Konzerte im Juni 2019 zurück, in denen wir Brahms’ «Alt-Rhapsodie» und Regers «An die Hoffnung» aufführten. Ich freute mich besonders über unser Wiedersehen und das gemeinsame Musizieren.
Bleibt mir auf ein Wiedersehen anderswo zu hoffen. Alles Liebe und eine feste Umarmung, Claudia

Stimmen aus dem Orchester

Daniel Lienhard

Daniel Lienhard

Solo-Hornist BSO bis 2020

Mario Venzago vereint Ernst und Lustigkeit auf unnachahmliche Weise und ist auch gleichzeitig fordernd und verständnisvoll.
Er liebt nicht alle Musik, aber für die Komponisten, die er liebt, tut er alles, auch gegen Widerstände, wenn es sein muss.
Seine Interpretationen machen es Musikern und auch Zuhörern nicht immer leicht, aber im besten Fall möchte man die Stücke nie mehr anders hören.
Seine Fähigkeit, dem Publikum ein Werk in wenigen Sätzen näherzubringen und die Aufmerksamkeit auf das Wesentliche zu lenken, ist einmalig.

Georg Jacobi

Georg Jacobi

Violine BSO

Vieles aus der Zeit mit Mario Venzago beim Berner Symphonieorchester wird mir in lebendigster Erinnerung bleiben: seine auf enormem Wissen gegründeten und dennoch im Moment neu und spontan empfundenen Interpretationen, der grosse Mut zum vollständig Unkonventionellen, die Unbefangenheit auch Irrtümer in Kauf zu nehmen („nur wer eine Meinung hat kann diese auch ändern!“), seine luzide Denkweise, die den meisten Gesprächspartnern immer bereits einige Schritte voraus ist, seine meisterhaften Moderationen und die Art, zwischen ernsthaftesten Dingen und abgründigem Humor gekonnt zu jonglieren und nicht zuletzt seine warmherzige Empathie, die - wo es ihm richtig und wichtig erscheint - zu freundschaftlichster Unterstützung werden kann.

Ulrike Lachner

Ulrike Lachner

Viola BSO

Es war mir eine sehr grosse Ehre, unter der Leitung von Mario Venzago als Chef des Berner Symphonieorchester spielen zu dürfen, und ich erlebte die Proben und Konzerte immer als äusserst bereichernd und auch sehr inspirierend. Seine fürsorgliche Empathie für das Wohl seiner Musiker*Innen, seine überrragende Eloquenz, seine unnachahmlichen Moderationen und sein oft auch schräger Humor, manchmal im charmanten „Wortduell“, wo man/frau meist den Kürzeren zieht, lassen mich einen wundervollen Menschen sehr vermissen!!


Bernhard Röthlisberger

Bernhard Röthlisberger

Solo-Klarinettist BSO

Marios erstes Konzert als Chefdirigent des BSO im September 2010 war ein Galakonzert. In der ersten Probe trat er vor das Orchester und sagte: «Ich bin ganz aufgeregt und freue mich wie ein kleiner Junge an seinem ersten Schultag.» Ich der Pause suchte ich den Maestro dann in seinem Dirigentenzimmer auf sagte ihm, dass es auch «mein erster Schultag» sei. Etwas erstaunt über den nicht mehr ganz jungen «Mitschüler» erkundigte er sich über meinen Werdegang, und wir stellten fest, dass wir beide viele gemeinsame Bekannte aus unserer (zeitversetzten) Luzerner Vergangenheit hatten. Dass wir schon bald auch abseits der Bühne in verschiedenen BSO-Gremien eng zusammenarbeiten würden, hätte ich damals nicht erwartet. Dank seiner respektvollen und gleichzeitig engagierten Art erlebte ich die «Ära Venzago» im BSO als menschlich wie musikalisch äusserst bereichernd.


Doris Mende

Doris Mende

Solo-Oboistin BSO

Mario Venzago,
ein Dirigent, so spannend und reichhaltig wie die Flora und Fauna im Regenwald Amazoniens.
Mario Venzago, ein Mensch, mit einem Herzen so gross wie die Sonne.

Nils Kohler

Nils Kohler

Bassklarinette BSO

Ein Suchender. Mit keinem anderen Dirigenten habe ich so viel neues Repertoire entdecken dürfen wie mit Mario Venzago. Immer wieder hat er Unbekanntes ausgegraben, Altes neben Neues gestellt, überraschende Bezüge geschaffen, aber auch musikgeschichtliche Linien aufgezeigt. So entstanden Programme mit einer besonderen Dringlichkeit, Programme, die wirklich zum Publikum sprachen, in der Tradition verankert und zugleich in der Gegenwart stehend.

Emanuel Bütler

Emanuel Bütler

Viola

Grosse Kunst entsteht dort, wo man den sicheren Grund verlässt und gezwungen wird, zu fliegen. Zu diesem Fliegen hat uns Mario Venzago in Proben und Konzerten immer wieder gebracht. Sein Brennen für die Musik, die er atmen lässt und die vom Leben erzählt, sein unermüdlicher Einsatz für unser Orchester und die Wertschätzung, die er uns Musikerinnen und Musikern zukommen lässt, beeindrucken mich zutiefst.

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